maximale Selbstdarstellung.
Ja, es hat weh getan. Und es wird in zwei Wochen nochmal weh tun.
Aber dafür ziehrt ein forscher männlicher Junghabicht ab jetzt meinen rechten Oberarm.
habichte sind übrigens ganz besonders fiese Vögel:
Habichte erjagen ihre Beutetiere überwiegend aus dem bodennahen Flug oder vom Ansitz aus in einem kurzen, schnellen und sehr wendigen Verfolgungsflug direkt auf dem Boden oder im bodennahen Luftraum. Dabei werden natürliche Strukturen wie Hecken, Bäume, im Siedlungsraum aber auch Häuser sehr geschickt für einen gedeckten Anflug genutzt. Seltener werden aus dem hohen Kreisen heraus im Sturzflug Vögel im freien Luftraum oder in Bodennähe angejagt. Im Frühjahr und Sommer suchen Habichte systematisch in höherer Vegetation und auf Bäumen nach Nestern und erbeuten so zahlreiche nestjunge Vögel. Bei kleineren Vogelarten wird dabei häufig das ganze Nest mit Inhalt gegriffen, die leeren Nester sind dann häufig an den Rupfplätzen zu finden. Auch die Jagd zu Fuß wurde bei Habichten beobachtet, dabei werden zum Beispiel Maulwürfe erbeutet, auf dicht bewachsenen Inseln werden so auch brütende Stockenten geschlagen.
Die Beute wird mit den Füßen (Fängen) gegriffen und getötet, die Krallen der sehr kräftigen ersten und zweiten Zehe werden dabei solange in die Beute gebohrt, bis diese aufhört, sich zu bewegen. Im Zusammenwirken mit den relativ langen Beinen ermöglicht diese Tötungsmethode dem Habicht die Nutzung von vergleichsweise sehr großen und wehrhaften Beutetieren.
Habichte ernähren sich in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet fast ausschließlich von kleinen bis mittelgroßen Vögeln und Säugetieren. Im Süden des Verbreitungsgebietes werden auch Reptilien regelmäßig erbeutet. Amphibien, Fische und Wirbellose werden von Habichten sehr selten als Nahrung genutzt. Das Gewicht der Beutetiere beträgt zwischen 5 g und 3,5 kg, in Mitteleuropa reicht das Beutespektrum bei Vögeln vom Goldhähnchen bis zu Gänsen, bei Säugern von Mäusen bis zu erwachsenen Kaninchen und halbwüchsigen Hasen. Kleine bis mittelgroße Greifvögel und Eulen werden regelmäßig erbeutet, in Mitteleuropa vor allem Sperber und Turmfalken, aber auch Mäusebussarde und Milane, nestjung oder eben flügge werden auch noch Fischadler und Schreiadler geschlagen. (Quelle: wikipedia)
Wenn man bedenkt, dass so ein durchschnittliches Habichtweibchen maximal 2,2 Kilo auf die Waage bringt, ist das doch ziemlich beeindruckend.
Heute vor einem Jahr
...stand ich fassungslos im Stuttgarter Schlossgarten und haute mit den letzten Resten meines Akkus tweets in meine timeline. tweets, die mir, wenn ich sie heute durchlese, immernoch einen Schauer über den Rücken jagen.
Vor meinem Auge tauchen dann Bilder von Wasserwerfern auf, ich höre schreiende Menschen, ich sehe mich selber, wie ich von aufmarschierenden Polizisten zur Seite gestoßen werde. Und, ich rieche die tränengasgeschwängerte Luft. Die Szenerie im Stuttgarter Schlossgarten war seltsam unwirklich, skuril und unfassbar. Da zielten Polizisten aus nächster Nähe auf Demonstranten - aber schon 500 Meter weiter weg war davon nichts mehr zu hören oder zu sehen.
Als Mitarbeiterin der Grünen Landtagsfraktion war ich von Anfang an vor Ort. Ich sah, wie eine eigentlich friedliche und fast freundliche Szenerie innerhalb einer halben Stunde umschlug, wie Polizisten plötzlich ihre Helme aufsetzen und wie Landtagsabgeordnete sich trotz ihres Ausweises nicht mehr frei bewegen durften. Das Ganze war geprägt von einer totalen Überforderung der Einsatzkräfte - so kam es mir jedenfalls vor.
Und ich weiß noch, wie ich abends halb durchnässt und total aufgewühlt nach Hause kam und den Fehler machte, mir in der mediathek der ARD ein Interview mit dem damaligen Innenminister anzusehen, der eiskalt eben diese Tatsachen leugnete, die ich mit eigenen Augen gesehen hatte. Ich hatte vorher schon nicht viel Vertrauen in Irgendwas, aber das hat selbst mich nachhaltig schockiert.
Und wenn ich mich heute daran zurück erinnere, dann bin ich umso mehr der Meinung, dass die alte Regierung aus CDU und FDP in Baden-Württemberg absolut zurecht abgewählt wurde. Und ja, es ist wahr, dieses "Regieren" mag nicht einfach sein und auch die Grünen (und die SPD) machen ihre Fehler und Politik ist sowieso schlecht und unsere Gesellschaft eh ein Deppenhaufen - aber das, was heute vor einem Jahr (übrigens an einem ähnlich schönen Spätsommertag wie heute) im Schlossgarten (und im Nachhall dazu) abgelaufen ist, hat völlig zurecht einen Prozess in Gang gesetzt, der letztlich zur Abwahl geführt hat. So etwas hätte einfach nicht passieren dürfen. (Auf der anderen Seite ist es auch spannend zu sehen, wie schnell eine Situation außer Kontrolle geraten kann, Stichwort "Kontrollverlust" und so, aber das nur am Rande.)
Ich werde jedenfalls morgen in den Schlossgarten gehen und mich an diesen komischen Tag erinnern.
Wo ich hier so dumm rumsitze und an die Geschehnisse von vor einem Jahr denke, wird mir auch erst bewusst, was für mich persönlich in diesem Jahr alles passiert ist. Bewegte Zeiten.
In diesem Sinne:
Im Westen nix Neues.
Immer diese Müdigkeit. Zu wenig Schlafen, zu früh aufstehen, zu viel Bier, zu wenig Bier, zu viel essen, zu wenig essen, zu wenig aufräumen - im Leben und in der Wohnung, zu wenig Zeit, zu viel Selbstmitleid, zu viel Gejammer, zu viel Pessimismus, zu viel Optimismus, zu viel Leben, zu wenig Leben. Und immer diese Wiederholungen.
Kein Wunder, dass hier gerade so wenig Neues veröffentlich wird.
Was schreibt man eigentlich…
...nach so einem rant-post mit ganz vielen Klicks und mehr oder weniger w(h)itzigen Diskussionen?
Ganz einfach: nüscht.
Am Wochenende war ich in den Alpen wandern. Hier ein paar Bilder:
Frauen, ab in eure Schublade.
Morgen erscheint die mit Spannung erwartete erste Ausgabe der deutschen wired und das ist ja eigentlich ein Grund zur Freude.
Eigentlich deshalb, weil die Sache, so wie alles, einen Haken hat. Und zwar hat sich der Verlag, also Condé Nast, dazu entschlossen, die wired der neusten Ausgabe der Männerzeitschrift "GQ" beinzulegen.
Im wired-blog wird das folgendermaßen begründet:
Es ist eine Chance für beide Marken – den GQ-Fans wird WIRED vorgestellt, den WIRED-Fans die GQ. Wer einen Blick auf unser Verlagsportfolio wirft, die Titel und ihre Leserstrukturen kennt, dem dürfte klar sein, dass das Bundle mit GQ die einzig sinnvolle Kombination ist.
Und: So groß, wie in manchen Blogeinträgen beschrieben, sind die Welten zwischen beiden Leserkreisen gar nicht. GQ hat naturgemäß vorwiegend männliche Leser, die US-WIRED ebenfalls – 72 %, um genau zu sein. Viele der GQ-Leser interessieren sich für Technologiethemen und technische Innovationen (laut AWA 62% vs. 24 % in der Gesamtbevölkerung) und dürften auch in WIRED spannenden Lesestoff entdecken. Unter den Lesern beider Titel sind überdurchschnittlich viele Akademiker und beruflich erfolgreiche Menschen mit entsprechend solidem Einkommen.
Soweit, so nachvollziehbar. Ich denke, fast jedem Menschen leuchtet ein, dass so ein Magazinneustart ein gewisses unternehmerisches Risiko mit sich bringt und der Verlag versucht, dieses zu minimieren.
Dann steht da aber auch folgender Satz: Ich behaupte, dass keine der Frauen, die sich in Tech-Blogs über das Bundle mit GQ echauffierten, regelmäßig VOGUE liest und da fange ich dann an, mich aufzuregen.
Los, deutsche Frau, geh in deine Schublade zurück! Wenn du freiwillig in Tech-Blog schreibst, dich also mit den Nerds und Geeks unterhälst, von denen wir ja spätestens seit RTL wissen, dass sie ungewaschen und merkwürdig sind, dann bist du garantiert nicht an Mode oder ähnlichem interessiert. Nein, du stellst dich jeden morgen blind vor deinen Kleiderschrank und das erste, was dir da entgegen fällt, dass ziehst du an. Machen die Jungs, die in Tech-Blogs schreiben, schließlich alle genauso. Du interessierst dich auch nicht für Kunst, Musik, Reisen und all die anderen Dinge, über die man so in der VOGUE lesen kann. Dafür hast du ja auch gar keine Zeit, denn du musst dich ja schließlich in Tech-Blogs, auf twitter und sonstwo darüber ärgern, dass du ein Mal in deinem Leben eine GQ kaufen musst. Wozu die Aufregung? Du kannst sie doch einfach weiterverschenken, denn so emanzipiert wirst du als WIRED-Leserin ja wohl hoffentlich sein.
Warum, liebe Wired-Herausgeber, könnt ihr nicht einfach akzeptieren, dass es Menschen (Männer wie Frauen) gibt, die es einfach nicht einsehen, warum sie ein Heft nicht alleine kaufen können. Warum könnt ihr das nicht einfach hinnehmen. Warum müssen da gleich wieder die althergebrachten Schubladen herhalten.
Warum kann man nicht einfach akzeptieren, dass es Frauen gibt, die sich für "Nerd-Themen" interessieren, aber trotzdem nicht aussehen wollen, wie ein Besen? Schließlich kann man sich ja auch (berechtigerweise) über RTL aufregen, die mit ihrer Berichterstattung zur GamesCom alle Gamer in eine merkwürdige Schublade stecken.
So emanzipiert könntet ihr doch eigentlich sein, oder?
edit: Weil es vielleicht nicht so klar ersichtlich ist: Die "VOGUE" dient in meiner Argumentation lediglich als Platzhalter. Ebenso wie die Themen Kunst, Musik und Reisen. (Im Gegenteil, müsste ich jemandem eine Zeitschrift empfehlen, ich würde definitiv nicht als erstes die VOGUE erwähnen) Was mich ärgert ist dieses "Frauen, die in Tech-Blogs schreiben lesen sicher nicht..." und so weiter, weil genau das so eine Schublade ist, in die ich nicht gesteckt werden möchte und in die ich auch niemanden, egal ob Frau oder Mann oder was auch immer, stecken möchte.
Zwischenmenschlichkeiten.
Sometimes you get up and bake a cake or something
Sometimes you stay in bed
Sometimes you go la di da di da di da da
Untill your eyes roll back into your head
Soviel dazu.
Ein habicht unterwegs.
Man ist ja viel unterwegs in diesen Tagen.
Göteborg. Schwedische Pampa. Brüssel. Stuttgart. Und jetzt die Hauptstadt, die sich pünktlich zu meinem Erscheinen im spätsommerlichen Gewand zeigt.
Lieder zum Weinen…
...ich verbringe ja recht viel Zeit meines Lebens damit, mehr oder weniger hemmungslos rumzuflennen.
Ob ich mich nun streite, mit meiner Höhenangst konfrontiert werde oder einfach nur "Leon, der Profi" anschaue - Tränen und feuchte Augen sind mindestens seit dem "König der Löwen" ein elementarer Bestandteil meines Lebens.
Meistens weine ich, wenn ich wütend bin oder mich ungerecht behandelt fühle. Aber es gibt auch ein paar musikalische Kleinode, bei denen ich regelmäßig in Tränen ausbreche.
Eines davon kann man hier anhören:
Sonntage.
Versehentlich viel zu früh aufgewacht.
Nun stellt sich die Frage: Was mit dem Sonntag anfangen, solange, bis um 20.15 Uhr endlich der Tatort beginnt?
Dann sind irgendwann feed-reader, Sonntagszeitung und Frauenzeitschrift ausgelesen, noch mehr Kaffee trinken geht auch nicht mehr und die süddeutschen Freunde weilen auf der Alb, im Allgäu oder in den Alpen und die anderen sind eh zu weit weg.
Spätestens, wenn auch die Haare frisch gefärbt sind, die Wohnung geputzt ist und sogar die Telefonate geführt sind, vor denen man sich schon seit geraumer Zeit gedrückt hat und man kurz davor ist, mails an Menschen zu schreiben, bei denen man sich eigentlich nicht mehr melden wollte, ist Ablenkung von Nöten.
Nur, woher nehmen, wenn nicht stehlen?
ich schreibe…
...auch bestimmt bald was zu 12 Tagen Wandern ohne Internet und mit nur 3 Abenden mit Bier und dafür ganz vielen selbstgepflückten Pfifferlingen (und ich hasse ja Pilze eigentlich), Trockenfleisch und Müsli und im Zelt schlafen und frieren und an die persönlichen Grenzen gehen und so, aber irgendwie bin ich gerade noch dabei, die Eindrücke zu sortieren.
Solange gibts Musik.


















