Sendepause.
Zwei Wochen ohne Internet.
Zwei Wochen ohne Telefon.
Zwei Wochen ohne Wombat.
Zwei Wochen ohne Bett.
Zwei Wochen ohne Wimperntusche.
Zwei Wochen ohne Bier.
Zwei Wochen mit Nescafé.
Zwei Wochen mit 2 Hosen, 1 Pullover, 2 Tshirts und 1 Jacke.
Zwei Wochen mit 12 Kilo Gewicht auf dem Rücken.
Zwei Wochen Mittelschweden.
Ich bin gespannt.
Die Grenzen des Guten Geschmacks. Zwei.
Was diese Grenzen anbelangt, so ist bekannt ja anerkannt, dass sie meistens fließend sind. Das sagtest Du trinkend. Ich war in Gedanken fort. Dies schien ein nahezu perfekter Ort für derlei Plauderei zu sein, mir fiel nichts besseres ein.
Die Welt ist manchmal halb so doof.
...und zwar genau dann, wenn man einen Wombatkuchen geschenkt bekommt, der nicht nur fast genauso aussieht, wie das in diesem blog bereits zu Genüge gefeierte Kuscheltier, sondern auch noch fast ausschließlich aus Butter, Sahne und Schokolade besteht.
Wie gut, dass so etwas nicht täglich passiert. Man könnte sonst dem Glauben erliegen, die Welt sei gar nicht schlecht, bis dann die Gewöhnung einsetzen und das Besondere normal werden würde. Und das kann ja ernsthaft niemand wollen.
Und so hat auch der Wombat, wie alles in diesem Leben, sein Ende gefunden. Wenn auch ein besseres als die meisten anderen Dinge.
(Und an dem Schöpfer des Wombats ist mindestens ein Konditor verloren gegangen.)
Kleinode
Darf man sich eigentlich als aha-fan outen?
Man muss. Und man muss dazu diese großartige Coverversion von "Crying in the rain" hören.
Man sollte generell öfter Dirk von Lowtzow zuhören.
Der Vollstaendigkeit halber
Mir ist aufgefallen, dass ich die Aufzeichnung unseres re:publica-Vortrags über das #flittern noch gar nicht verlinkt habe.
Was für ein schweres Versäumnis.
Ich werde ein bisschen rot…
...wenn ich die @twitkrit lese, die der von mir nicht erst seit heute hoch geschätzte @baranek über mich geschrieben hat. #hach
aber lest selbst:
http://www.twitkrit.de/2011/05/10/erdbeeren-mit-sekt/
und jetzt denke ich weiter darüber nach, welches Kleid ich denn morgen anziehe und welches übermorgen. Wichtige Fragen, die dringend geklärt werden müssen.
Neues vom Wombat.
Ich bekam gestern das ungefähr tollste Bilderbuch der letzten Jahre.
Der Wombat ist auch ganz begeistert. Aber seht selbst:
re:publica 2011 – So wars.
So.
Nachdem ich ja schon auf meine eigene Veranstaltung zurückblickte, nun also nach ein paar Tagen sacken lassen bzw. ausnüchtern der habichtsche Rückblick auf drei Tage re:publica. Eigentlich wollte ich was zu Menschen, die sich über die "Digitale Gesellschaft" aufregen und Menschen, die sich darüber aufregen, dass sich Menschen über die "Digitale Gesellschaft" aufregen und Menschen, die sich über Feminist_innen aufregen und Feminist_innen, die sich darüber aufregen, dass sich Menschen über Feminist_innen aufregen, schreiben, aber dazu wurde schon so vieles gesagt, dass ich keine Lust mehr verspüre, dazu auch noch etwas zu sagen.
Vieles wurde ja auch so schon gesagt. Es war ganz klar zu voll bzw. die kleinen Workshopräume in der Kalkscheune fassen einfach zu wenig Menschen. Und es macht keinen Spaß bei Regen und Wind 20 Minuten anzustehen, nur, um dann gesagt zu bekommen, dass der Raum zu voll ist. Aber nachdem die Veranstalter da schon signalisiert haben, dass sie reagieren werden, ok.
Dann WLAN. Hat bei mir meistens funktioniert. Was mich viel mehr genervt hat war die Unfähigkeit von O2, auf die erhöhte Netzauslastung zu reagieren. Mittwoch und Donnerstag konnte ich weder Telefonieren noch ins Internet gehen. NERV.
Nun aber zum inhaltlichen. Am besten gefallen hat mir wider Erwarten die Session zum Protest gegen Stuttgart 21. Alvar hatte 4 wirklich eloquente Redner geladen, die unterhaltsam, charmant und klug über den Protest gegen Stuttgart 21, die Schwaben im Allgemeinen und Besonderen und die Rolle von Social Media berichteten. Ich hätte nicht gedacht, dass man mir noch Sachen über die Bewegung erzählen kann, die ich noch nicht weiss, wurde aber eines besseren belehrt. (Und das schreibe ich jetzt nicht, weil einer der Panelisten zufällig mein Mitbewohner ist.) Daumen hoch also für diese Session.
Am meisten gelacht habe ich am Freitag zwischen 17 und 18 Uhr, während der "Ponyporno"-Session von @heiko, @fraeulein_tessa und @happyschnitzel, und dass, obwohl ich auf dem Boden sitzen musste, was mich immer an mein abgebrochenes Soziologiestudium erinnert und daher meine Laune zumeist rapide sinken lässt. Daumen hoch auch dafür.
Ansonsten war die re:publica für mich tatsächlich in erster Linie ein Klassentreffen. Wann habe ich als Nicht-Berlinerin schon mal die Gelegenheit dazu, die ganzen Nasen konzentriert an 3 Tagen auf einem Haufen erleben zu dürfen? Eben. Ich habe viele bereits bekannte und liebgewonnene Gesichter wiedergesehen und neue Menschen hinter ihren Twitter-Acounts kennengelernt. Das war (überwiegend) schön. Und deshalb sitze ich jetzt hier und vermiss euch.
Flittern. Ein erster Rueckblick.
Bevor ich später noch was zur re:publica im Allgemeinen und Besonderen schreiben werde, hier erstmal der Rückblick auf unser "Whats happening? Love." - Sessionvortragsdings, das @fraeulein_tessa, @lantzschi und ich ja am Donnerstag abend im Friedrichstadtpalast gehalten haben.
Ich finde, wir haben uns ziemlich gut geschlagen, gerade wenn man bedenkt, dass keine von uns schon mal einen Vortrag vergleichbaren Ausmaßes gehalten hat. Die Bühne ist zudem ungefähr riesig und die Atmosphäre ziemlich einschüchternd. Mal sehen, ob ich mich traue, die Aufzeichnung, die voraussichtlich in den nächsten Tagen online geht (und die ich dann natürlich auch verlinken werde), anzusehen. Aber was man mir bisher so gesagt hat, klingt ganz ok.
Vereinzelt kam die Anmerkung, dass man als "Nicht-twitterer" nicht so gut verstanden hat, worum es eigentlich geht. Wahrscheinlich gabs dann doch auch recht viele Insidersprüche, was mir beim Vorbereiten gar nicht so aufgefallen ist.
Sicher hätte man den Vortrag auch noch mit etwas mehr Inhalt füllen können, aber ich muss auch sagen, dass ich fest davon ausgegangen bin, dass sich mehr Menschen zu uns auf die Bühne trauen. Das nächste Mal würde ich wohl Leute bitten, im Notfall auf die Bühne zu kommen und etwas zu sagen.
Was mich unfassbar gefreut hat und immer noch freut, sind die tollen Artikel, die von DPA und ZdfOnline übers flittern geschrieben wurden. Ich gestehe, dass ich die gerade mehrmals täglich lese und dumm lächeln muss.
Bedanken möchte ich mich auch und gerade beim Saalpublikum, dass dafür gesorgt hat, dass ich mich zumindest nach 10 Minuten ziemlich wohl gefühlt habe auf der Bühne. Und natürlich bei denen, die sich redenderweise zu uns auf die Bühne gesetzt haben. Über seine Gefühle zu reden ist ja immer ein besonderes Wagnis. (Schließlich ist "Liebe" ja das härteste Thema der republica gewesen...) Und es ist noch mutiger, dass auf einer Bühne mit diesen Ausmaßen zu tun.
Also: DANKE.
Hier die beiden Artikel, die ich oben bereits erwähnte:
ZDFheute: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/15/0,3672,8233359,00.html
ZEIT online (DPA-Artikel): http://www.zeit.de/news-042011/15/iptc-bdt-20110415-241-29848390xml
edit: Nadine hat DeutschlandRadio Wissen etwas zum Thema #flittern und über unsere Session erzählt
edit: Ganz vergessen habe ich die Glosse übers flittern, die am Samstag auf der Titelseite des Tagesspiegels war. http://twitpic.com/4lglpe (Das Bild habe ich von @heiko geklaut, ich hoffe, er sieht mir das nach)
Wenn jemand noch andere findet, gerne bescheid sagen oder in die Kommentare posten.
Außerdem ein paar Fotos:
Edit: Die Bilder hat übrigens Dirk Häger gemacht und man kann sie unter CC-Lizenz im re:publica-Ordner auf flickr herunterladen.
Und zu guter Letzt:
Wisst ihr, was das Schönste ist? Wann bekommt man schon mal die Chance, mit zwei großartigen Menschen eine Stunde lang auf einer großen Bühne über ein schönes Thema zu sprechen? Und wie oft kann man dabei wohl auch noch Grasovka trinken? Eben. hach.
Re:publica, Tag 1
Es ist ein bißchen wie bei jedem Familientreffen.
Ich muss mich erst noch warm laufen und an die ganzen Menschen gewöhnen, mit denen ich in den folgenden drei Tagen zwischen Kalkscheune und Friedrichstadtpalast hin und her laufen werde. Die Tatsache, dass das Wetter unfassbar ungemütlich ist und die Workshopräume viel zu klein und das WLAN mehr oder weniger nicht vorhanden, macht die Reizüberflutung nicht unbedingt leichter zu ertragen.
Außerdem feilen @fraeulein_tessa, @lantzschi und ich zur Zeit noch jede freie Minute an unserem gemeinsamen Google-Dokument, welches die Moderationsfragmente unserer morgigen #flittern-Session enthält. Aber es wird. Wort für Wort wächst es und ein roter Faden kristallisiert sich auch heraus. Ich bin unfassbar gespannt, wie ihr das Endprodukt finden werdet.
Hier wird dann ab 19 Uhr geschnapst und geflittert:
Und morgen ist dann hoffentlich auch die Übermenschung verschwunden und ich kann all diejenigen treffen, die ich heute nur von weitem begrüßt habe oder die ich bis jetzt verpasst habe. Außerdem freue ich mich auf spannende Sessions, unter anderem auf Übermorgen TV mit @sixtus, die twitterlesung und Film und Gesellschaft mit @waxmuth.
Und wenn O2 es morgen auch noch hinbekommt, ihr Mobilfunknetz am Friedrichstadtpalast zu reparieren und nur ein kleinwenig die Sonne scheint, dann sollte einem grandiosen zweiten Tag nichts mehr im Wege stehen. Oder?









