JUST ANOTHER FEMALE BLOGGER Ein Versuch.

13Okt/117

Ich fahre nach Paris.

Und zwar Mitte November.
Und zwar hierhin: EGP-Kongress.

Sprich, ich habe nicht viel bis gar keine Zeit.

Aber: Was sollte ich mir denn unbedingt ansehen? Was mitbringen? Was sein lassen? Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass ich keinerlei Kenntnisse der französischen Sprache habe. (Na gut, ich kann mittlerweile ein belegtes Brötchen bestellen und zum fluchen und Kaffee bestellen reicht es auch - Lebenswichtige Dinge halt.)

29Sep/112

Heute vor einem Jahr

...stand ich fassungslos im Stuttgarter Schlossgarten und haute mit den letzten Resten meines Akkus tweets in meine timeline. tweets, die mir, wenn ich sie heute durchlese, immernoch einen Schauer über den Rücken jagen.
Vor meinem Auge tauchen dann Bilder von Wasserwerfern auf, ich höre schreiende Menschen, ich sehe mich selber, wie ich von aufmarschierenden Polizisten zur Seite gestoßen werde. Und, ich rieche die tränengasgeschwängerte Luft. Die Szenerie im Stuttgarter Schlossgarten war seltsam unwirklich, skuril und unfassbar. Da zielten Polizisten aus nächster Nähe auf Demonstranten - aber schon 500 Meter weiter weg war davon nichts mehr zu hören oder zu sehen.

Als Mitarbeiterin der Grünen Landtagsfraktion war ich von Anfang an vor Ort. Ich sah, wie eine eigentlich friedliche und fast freundliche Szenerie innerhalb einer halben Stunde umschlug, wie Polizisten plötzlich ihre Helme aufsetzen und wie Landtagsabgeordnete sich trotz ihres Ausweises nicht mehr frei bewegen durften. Das Ganze war geprägt von einer totalen Überforderung der Einsatzkräfte - so kam es mir jedenfalls vor.

Und ich weiß noch, wie ich abends halb durchnässt und total aufgewühlt nach Hause kam und den Fehler machte, mir in der mediathek der ARD ein Interview mit dem damaligen Innenminister anzusehen, der eiskalt eben diese Tatsachen leugnete, die ich mit eigenen Augen gesehen hatte. Ich hatte vorher schon nicht viel Vertrauen in Irgendwas, aber das hat selbst mich nachhaltig schockiert.

Und wenn ich mich heute daran zurück erinnere, dann bin ich umso mehr der Meinung, dass die alte Regierung aus CDU und FDP in Baden-Württemberg absolut zurecht abgewählt wurde. Und ja, es ist wahr, dieses "Regieren" mag nicht einfach sein und auch die Grünen (und die SPD) machen ihre Fehler und Politik ist sowieso schlecht und unsere Gesellschaft eh ein Deppenhaufen - aber das, was heute vor einem Jahr (übrigens an einem ähnlich schönen Spätsommertag wie heute) im Schlossgarten (und im Nachhall dazu) abgelaufen ist, hat völlig zurecht einen Prozess in Gang gesetzt, der letztlich zur Abwahl geführt hat. So etwas hätte einfach nicht passieren dürfen. (Auf der anderen Seite ist es auch spannend zu sehen, wie schnell eine Situation außer Kontrolle geraten kann, Stichwort "Kontrollverlust" und so, aber das nur am Rande.)

Ich werde jedenfalls morgen in den Schlossgarten gehen und mich an diesen komischen Tag erinnern.

Wo ich hier so dumm rumsitze und an die Geschehnisse von vor einem Jahr denke, wird mir auch erst bewusst, was für mich persönlich in diesem Jahr alles passiert ist. Bewegte Zeiten.

In diesem Sinne:

26Jun/112

Was ich von der Sonder-BDK der Gruenen mitgenommen habe.

Und ihr so?

veröffentlicht unter: Die Partei, Fundsache, Meinung, Politik 2 Kommentare
8Jun/110

Fazit politcamp 2011

So.
Nachdem ich es ja schon auf twitter ankündigte, hier nun mein - wie üblich - gnadenlos subjektives Fazit zum PolitCamp2011:

Ich trat dort zwei Mal auf größerer Bühne in Erscheinung. Einmal, wie angekündigt, auf größerer Bühne am Samstag Vormittag beim Kollegen Cem Basman, und einmal, ganz spontan, auf einem Panel gemeinsam mit @kbojens, seineszeichens bei den Freunden von der SPD aktiv. Während letztere Session bei mir sehr positiv in Erinnerung bleiben wird - tolle Wortmeldungen und interessante Beiträge rund um das Thema "Wie bringt man netzpolitisches Klugscheissergelaber jetzt eigentlich in der politischen Realität der parlamentarischen Demokratie unter" -, so blicke ich auf die Session zum Thema "Demokratie, Soziale Medien und Generationenwechsel" mit ziemlich gemischten Gefühlen zurück.

Das hat weniger damit zu tun, dass der Moderator mich als "Eva Braun" vorstellte - eine Sache, die mir zwar noch nie passiert ist, über die ich aber relativ gelassen hinwegsehe, sondern vielmehr damit, dass ich in regelmäßigen Abständen feststellen muss, dass ich so gar keine Freude daran habe, mit sich selbst und die eigene Partei in den Himmel lobenen Politiker_innen diskutieren zu müssen. Wenn es nicht mehr möglich ist, eine kritische Frage zu stellen, ohne das das Gegenüber, in diesem Falle der "Herr Kollege" Müller-Sönksen, gleich beleidigt reagiert, dann steige ich mental schnell aus und kann das Gespräch an sich nicht mehr wirklich ernst nehmen. Ich debattiere und diskutiere gerne, das hat man während der Session sicher auch gemerkt, aber bei selbstkritiklosem Abgefeiere der eigenen Partei bin ich sehr schnell bei der Fundamentalopposition.

Soviel dazu.

Ganz grundsätzlich - das habe ich ja auch schon getwittert - fand ich die Vormittagssessions relativ langweilig, das Barcamp am Nachmittag war wesentlich spannender. Hier gab es auch mal Platz für einen Austausch über partipolitisches Gemackere hinaus.

Sehr gefreut hat es mich allerdings, einen ganzen Haufen Leute wiederzusehen oder kennenzulernen, mit denen ich nur über twitter kommuniziere. Die Klassentreffenerwartung wurde also durchaus erfüllt.

Ich komme wirklich gerne wieder zu einem nächsten politcamp, allerdings hoffe ich, dass dann auch ein paar mehr Menschen kommen, die nicht parteipolitisch unterwegs sind. Und wenn die Verpflegungsituation besser ist. Die Frauenquote beim diesjährigen PolitCamp war übrigens wirklich unterirdischst, vorallem bei den Vormittagspanels. So etwas geht gar nicht, liebes Orga-Team, schreibt euch das bitte hinter die Ohren.

Und zum Schluss möchte ich euch, ganz Selbstdarstellerin, zwei Artikel präsentieren, in denen ich zittiert werde (in einem hatte man mich in der ersten Version zur Landtagsabgeordneten gemacht, auch nett).

http://www.derwesten.de/incoming/Wie-Facebook-und-Co-die-Politik-veraendern-id4729309.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Politcamp-Social-Media-als-fuenfte-Gewalt-1255781.html

Und zudem möchte ich euch noch ein paar Fotos zeigen, die man unter cc-Lizenz auch weiterverwenden kann.

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Und wenn ich die Tage noch Lust verspüre, schreibe ich noch ein bisschen ausführlicher zu Inhalten, Eindrücken und Meinungen - Vorlieben und Wünsche könnt ihr gerne als Kommentar posten.

30Mai/110

Politcamp 2011

Am Wochenende findet mal wieder das politcamp statt, diesmal im schönen Bonn. Im ehemaligen Bundestag und der Deutschen Welle wird über Netzpolitik und politische Kommunikation im Web diskutiert und ich bin dabei. *freu

Zum einen hoffentlich mit einer Barcamp-Session in bewährter Komibination, nämlich mit Teresa Bücker - zumindest ist das der Plan, mal sehen, ob wir es trotz all der Zeitnot noch hinbekommen, einen ansprechenden Vorschlag vorzubereiten (man darf gespannt sein), zum anderen ganz spontan und kurzfristig bei einer Session, die sich Cem Basman ausgedacht hat. Am Samstag um 12 Uhr diskutiere ich also mit

  • Burkhardt Müller-Sönksen, medienpolitischer Sprecher der FDP Bundestagsfraktion
  • Ralph Makolla, Stellv. Kreisvorsitzender CDU Oldenburg / PolitCamp.org
  • Hansjörg Schmidt, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft / PolitCamp.org
  • über "Demokratie, Soziale Medien und Generationenwechsel". Da ich erst heute mittag gefragt wurde, ob ich mich dazugesellen will, habe ich auch noch keine Ahnung, was ich da von mir geben werde, aber bis Samstag wird mir schon noch was ansprechendes einfallen. Zumal bei dem Thema.

    Wir sehen uns in Bonn!

    veröffentlicht unter: Arbeit, Die Partei, Politik, diverses keine Kommentare
    29Mrz/113

    Kurz innehalten, laecheln, weitermachen.

    Yo.

    Wahl ist vorbei, jetzt fängt die Arbeit an.

    Das Foto da hat die Stuttgarter Zeitung gestern am Rande der Montagsdemo GEGEN S21 von mir gemacht und es zeigt ganz gut meinen derzeitigen Gemütszustand.

    Grinsekind

    23Mrz/112

    Der Wombat ist DREI TAGE WACH

    Hochverehrte Leserschaft!

    Morgen um 18 Uhr startet der Landesverband von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Baden-Württemberg zum ersten Mal "Drei Tage wach".

    Drei Tage und drei Nächte lang sitzen Menschen in einem Studio in Stuttgart-Feuerbach (bzw. vor ihren PCs zuhause) und beantworten eure Fragen. Zudem gibt es noch Interviews mit Grünen KandidatInnen und allerlei anderen Schabernack.

    Übertragen wird das Ganze ins Internet.

    Auch der Wombat und der habicht sind mit von der Partei aehm Partie. Und ich habe mir so viele Schichten aufgehalst, dass ich am Sonntag wahrscheinlich meine Augenringe entgültig als Schal um den Hals werfen kann. Aber was tut man nicht alles für den Wahlsieg und so.

    Wenn ihr also Wombi Fragen rund um grüne Politik stellen wollt - ab morgen, 18 Uhr habt ihr die Chance dazu.

    Hier gehts dann direkt zum Stream.

    Drei Tage wach

    P.S. Wer zwischendrin den Grünen aus Rheinland-Pfalz beim wach sein zuschauen möchte, dem sei folgender Link ans Herz gelegt: http://gruene-rlp.de/startseite/

    Edit:

    Hier übrigens der Link zum Stream: http://dreitagewach.gruene-bw.de/

    14Mrz/110

    Der Wombat mag Deine Mudder…

    ...und würde sie daher auch ganz gerne behalten. (Durch die ganzen Geschehnisse in Japan wird einem gerade ja mal wieder sehr plastisch vor Augen geführt, dass der Mensch die Natur halt nicht beherrscht und auch nie beherrschen wird, auch wenn mancher das gerne glauben möchte.)

    Deine Mudder

    (Die Besitzerin des Wombats bedankt sich bei den Grünen Rheinland-Pfalz für die freundliche Bereitstellung.)

    2Mrz/111

    Warum hat mich niemand davon abgehalten?

    warum nur?

    veröffentlicht unter: Arbeit, Die Partei, Meinung 1 Kommentar
    11Jan/110

    Ich bin dagegen.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich schreibe Ihnen heute, da ich von Ihnen enttäuscht bin.

    Da launchen Sie extra diese wunderschöne homepage www.die-dagegen-partei.de, auf der Sie Projekte auflisten, bei denen die Grünen dagegen sind und was ist? Sie vergessen das kleinste Bundesland, Bremen. Als gebürtige Bremerin und Dagegen-Seierin bin ich zutiefst enttäuscht. Immer werden wir Bremer vergessen - daran haben wir uns ja fast schon gewöhnt. Sie gehen allerdings noch eine Stufe weiter.
    Wählt man auf ihrer homepage das Bundesland Bremen aus, stößt man auf einen Beschluss der Grünen Landtagsfraktion Niedersachsen!!1! Unerhört sowas. Wer Bremen und Niedersachsen in einen Topf wirft, ist wahrscheinlich auch für die Eingliederung von Hamburg in Niedersachsen sowie die Zusammenlegung von Berlin und Brandenburg.

    Dabei hätte ein kurzer Blick auf die homepage der Grünen Bürgerschaftsfraktion gereicht, um herauszufinden, dass auch die Bremer Grünen total dagegen sind. Zum Beispiel gegen die Vorratsdatenspeicherung, gegen eine verfrühte Entscheidung in Sachen Weservertiefung oder gegen die Aushebelung des Erneuerbare Energien Gesetzes.

    Sicher finden Sie bei erneuter Recherche noch andere Beispiele, die es sich lohnen würde, darzustellen und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Es kann nicht sein, dass wir Bremer immer vergessen werden und hintenrunter fallen. Wir haben 2011 auch Bürgerschaftswahlen (Das sind die Landtagswahlen in einem Stadtstadt, liebe Flächenländler) und wollen in unserem Dagegensein Ernst genommen werden.

    Mit besten Grüßen.

    Eine Exilbremerin