JUST ANOTHER FEMALE BLOGGER Ein Versuch.

20Apr/112

re:publica 2011 – So wars.

So.

Nachdem ich ja schon auf meine eigene Veranstaltung zurückblickte, nun also nach ein paar Tagen sacken lassen bzw. ausnüchtern der habichtsche Rückblick auf drei Tage re:publica. Eigentlich wollte ich was zu Menschen, die sich über die "Digitale Gesellschaft" aufregen und Menschen, die sich darüber aufregen, dass sich Menschen über die "Digitale Gesellschaft" aufregen und Menschen, die sich über Feminist_innen aufregen und Feminist_innen, die sich darüber aufregen, dass sich Menschen über Feminist_innen aufregen, schreiben, aber dazu wurde schon so vieles gesagt, dass ich keine Lust mehr verspüre, dazu auch noch etwas zu sagen.

Vieles wurde ja auch so schon gesagt. Es war ganz klar zu voll bzw. die kleinen Workshopräume in der Kalkscheune fassen einfach zu wenig Menschen. Und es macht keinen Spaß bei Regen und Wind 20 Minuten anzustehen, nur, um dann gesagt zu bekommen, dass der Raum zu voll ist. Aber nachdem die Veranstalter da schon signalisiert haben, dass sie reagieren werden, ok.

Dann WLAN. Hat bei mir meistens funktioniert. Was mich viel mehr genervt hat war die Unfähigkeit von O2, auf die erhöhte Netzauslastung zu reagieren. Mittwoch und Donnerstag konnte ich weder Telefonieren noch ins Internet gehen. NERV.

Nun aber zum inhaltlichen. Am besten gefallen hat mir wider Erwarten die Session zum Protest gegen Stuttgart 21. Alvar hatte 4 wirklich eloquente Redner geladen, die unterhaltsam, charmant und klug über den Protest gegen Stuttgart 21, die Schwaben im Allgemeinen und Besonderen und die Rolle von Social Media berichteten. Ich hätte nicht gedacht, dass man mir noch Sachen über die Bewegung erzählen kann, die ich noch nicht weiss, wurde aber eines besseren belehrt. (Und das schreibe ich jetzt nicht, weil einer der Panelisten zufällig mein Mitbewohner ist.) Daumen hoch also für diese Session.

Am meisten gelacht habe ich am Freitag zwischen 17 und 18 Uhr, während der "Ponyporno"-Session von @heiko, @fraeulein_tessa und @happyschnitzel, und dass, obwohl ich auf dem Boden sitzen musste, was mich immer an mein abgebrochenes Soziologiestudium erinnert und daher meine Laune zumeist rapide sinken lässt. Daumen hoch auch dafür.

Ansonsten war die re:publica für mich tatsächlich in erster Linie ein Klassentreffen. Wann habe ich als Nicht-Berlinerin schon mal die Gelegenheit dazu, die ganzen Nasen konzentriert an 3 Tagen auf einem Haufen erleben zu dürfen? Eben. Ich habe viele bereits bekannte und liebgewonnene Gesichter wiedergesehen und neue Menschen hinter ihren Twitter-Acounts kennengelernt. Das war (überwiegend) schön. Und deshalb sitze ich jetzt hier und vermiss euch.