JUST ANOTHER FEMALE BLOGGER Ein Versuch.

2Jul/115

Vom Gefuehl, staendig etwas zu verpassen.

Während ich im Bett liege und diesen Text schreibe, könnte ich beispielsweise hier sein. Ich bin dort sogar angemeldet. Aus guten Gründen habe ich mich gegen eine die Reise quer durch die Republik entschieden und doch frage ich mich, während ich meinen Kaffee trinke und meine timeline verfolge, ob ich nicht etwas unfassbar relevantes verpasse.
Ich könnte auch genauso gut hier sein, auch dort kenne ich ein paar Menschen und meine Anwesenheit würde sicherlich den einen oder die andere erfreuen.
Ebenso finden, so hat eine kurze Recherche ergeben, die Rheinkultur in Bonn und das Fusionfestival statt. Auch dort hätte ich mich sicher nicht gelangweilt.

Dieses Gefühl, ständig etwas zu verpassen, zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Wenn ich in Berlin bin, wäre ich gerne in Stuttgart und umgekehrt. Wenn ich gerade mit Freunden Cocktails trinke, bin ich gedanklich oft bei der WG-Party drei Straßen weiter. Nehme ich mir vor, einen ruhigen Abend zuhause zu verbringen, habe ich spätestens beim Blick in meine Timeline Hummeln im Hintern.

Das ist so, seitdem ich denken kann, ist aber durch smartphones und Internet und diese Sozialen Netzwerke nicht besser geworden. Manchmal bewundere ich die Menschen, die scheinbar ohne jegliche Probleme Prioritäten setzen können. Aber irgendwas ist halt immer. Und Dinge, die man nur aus der Ferne betrachten kann, erscheinen in diesem Blickwinkel meistens viel größer und toller, als sie in Wirklichkeit sind. Meistens.

Kommentare (5) Trackbacks (1)
  1. Nach der verlorenen Zeit
    Ist es jetzt vielleicht zu spät.
    Man verpasst ja doch nichts,
    wenn man nicht früh aufsteht.

    (Tocotronic)

  2. ich will da sein. wenn es passiert…

  3. versuch doch mal die dinge einzuteilen, bspw. in die die du mit oder mehr fürs herz machst, die die eher fürs sogenannte fortkommen sind und die die halt einfach so sind. alles in einem gibts natürlich auch, das weiss man aber gottseidank erst hinterher.
    aber was machen find ich immer viel besser als nix zu machen, also mach was, und back dir nen kuchen so wie letzhin: http://jafb.de/wp/958/prokrastination/
    Grüße,
    ralph

  4. Ganz ehrlich? Es gibt nichts besseres, als Dinge vermeintlich zu verpassen. Die Priorität ist doch automatisch auf Dich selbst gesetzt, wenn Du Dich entscheidest, zuhause zu bleiben und mal durchzuatmen. Energie aufzuladen. Wenn Du *wirklich* denken würdest, dass Du was verpassen würdest, wärst Du doch vor Ort. Insofern: Locker bleiben und Ruhe genießen!

  5. @Annina
    netter Ansatz, aber manchmal ist es wirklich gar nicht möglich, vor Ort zu sein. Was macht man dann im dem Gefühl, etwas zu verpassen?


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