JUST ANOTHER FEMALE BLOGGER Ein Versuch.

8Jun/110

Fazit politcamp 2011

So.
Nachdem ich es ja schon auf twitter ankündigte, hier nun mein - wie üblich - gnadenlos subjektives Fazit zum PolitCamp2011:

Ich trat dort zwei Mal auf größerer Bühne in Erscheinung. Einmal, wie angekündigt, auf größerer Bühne am Samstag Vormittag beim Kollegen Cem Basman, und einmal, ganz spontan, auf einem Panel gemeinsam mit @kbojens, seineszeichens bei den Freunden von der SPD aktiv. Während letztere Session bei mir sehr positiv in Erinnerung bleiben wird - tolle Wortmeldungen und interessante Beiträge rund um das Thema "Wie bringt man netzpolitisches Klugscheissergelaber jetzt eigentlich in der politischen Realität der parlamentarischen Demokratie unter" -, so blicke ich auf die Session zum Thema "Demokratie, Soziale Medien und Generationenwechsel" mit ziemlich gemischten Gefühlen zurück.

Das hat weniger damit zu tun, dass der Moderator mich als "Eva Braun" vorstellte - eine Sache, die mir zwar noch nie passiert ist, über die ich aber relativ gelassen hinwegsehe, sondern vielmehr damit, dass ich in regelmäßigen Abständen feststellen muss, dass ich so gar keine Freude daran habe, mit sich selbst und die eigene Partei in den Himmel lobenen Politiker_innen diskutieren zu müssen. Wenn es nicht mehr möglich ist, eine kritische Frage zu stellen, ohne das das Gegenüber, in diesem Falle der "Herr Kollege" Müller-Sönksen, gleich beleidigt reagiert, dann steige ich mental schnell aus und kann das Gespräch an sich nicht mehr wirklich ernst nehmen. Ich debattiere und diskutiere gerne, das hat man während der Session sicher auch gemerkt, aber bei selbstkritiklosem Abgefeiere der eigenen Partei bin ich sehr schnell bei der Fundamentalopposition.

Soviel dazu.

Ganz grundsätzlich - das habe ich ja auch schon getwittert - fand ich die Vormittagssessions relativ langweilig, das Barcamp am Nachmittag war wesentlich spannender. Hier gab es auch mal Platz für einen Austausch über partipolitisches Gemackere hinaus.

Sehr gefreut hat es mich allerdings, einen ganzen Haufen Leute wiederzusehen oder kennenzulernen, mit denen ich nur über twitter kommuniziere. Die Klassentreffenerwartung wurde also durchaus erfüllt.

Ich komme wirklich gerne wieder zu einem nächsten politcamp, allerdings hoffe ich, dass dann auch ein paar mehr Menschen kommen, die nicht parteipolitisch unterwegs sind. Und wenn die Verpflegungsituation besser ist. Die Frauenquote beim diesjährigen PolitCamp war übrigens wirklich unterirdischst, vorallem bei den Vormittagspanels. So etwas geht gar nicht, liebes Orga-Team, schreibt euch das bitte hinter die Ohren.

Und zum Schluss möchte ich euch, ganz Selbstdarstellerin, zwei Artikel präsentieren, in denen ich zittiert werde (in einem hatte man mich in der ersten Version zur Landtagsabgeordneten gemacht, auch nett).

http://www.derwesten.de/incoming/Wie-Facebook-und-Co-die-Politik-veraendern-id4729309.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Politcamp-Social-Media-als-fuenfte-Gewalt-1255781.html

Und zudem möchte ich euch noch ein paar Fotos zeigen, die man unter cc-Lizenz auch weiterverwenden kann.

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Und wenn ich die Tage noch Lust verspüre, schreibe ich noch ein bisschen ausführlicher zu Inhalten, Eindrücken und Meinungen - Vorlieben und Wünsche könnt ihr gerne als Kommentar posten.